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ZUGRIFFE

Pfarrkirche "St. Lutwinus Mettlach"

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(Neuer Kirchenführer erschienen: Im Verlag Schnell und Steiner Regensburg: ISBN 3-7954-6497-8) ab sofort in der Pfarrkirche erhältlich!

 

von Reinhold Junges:

1 . Die Gründung Mettlachs durch Lutwinus

Der Mettlacher Pfarrpatron St. Lutwinus, mit dem fränkischen Vornamen Liutwin, war ein Angehöriger einer der mächtigsten Sippen Austrasiens. Seine Eltern waren Gerwin und Gunza. Er selbst war auch verheiratet und hatte zwei Söhne, Milo und Wido, deren Namen urkundlich überliefert sind. Nach seinen Lebensbeschreibungen gehörte er zu den Großen am austrasischen Königshof zu Metz. Auch mit der Würde eines Herzogs im "Moselducat" war er bekleidet. In jüngsten Forschungsergebnissen wird er sogar als Schwiegervater von Karl Martell bezeichnet, von dessen erster Ehefrau, Chrodrud, angenommen wird, daß sie eine Tochter Liutwins gewesen ist.

Wie die Legende erzählt, führte ihn eines Tages ein Jagdausflug in die Gegend an der Saar. Auf einem Felsvorsprung über dem Fluß hatte sich der ermüdete Jäger im Schatten eines Baumes zu einem erholsamen Schlaf niedergelegt. Aber mit dem wechselnden Stand der Sonne wäre er schließlich deren sengenden Strahlen ausgesetzt gewesen, wenn nicht ein Adler ihn mit seinen ausgebreiteten Schwingen vor diesen geschützt hätte. Als er nach seinem Erwachen hiervon erfahren hatte, erblickte er darin ein Zeichen des Himmels, in dieser Gegend einen längst gehegten Plan, nämlich die Errichtung eines Klosters nach der Regel des hl. Benedikt, zur Ausführung zu bringen. Diese Begebenheit läßt sich unter Berücksichtigung des späteren Zeitablaufes in den Beginn der siebziger Jahre des siebten Jahrhunderts datieren.

Wie die Legende weiter berichtet, trat er später als einfacher Mönch in das von ihm gegründete Kloster Mettlach ein. Von dort wurde er als Bischof nach Trier berufen. Urkundlich erwähnt wurde er erstmals im Jahre 697 in der Schenkungsurkunde von Echternach, die er zusammen mit seinem Onkel mütterlicherseits, Bischof Basin, unterzeichnet hatte. Nach dessen Tod am 4. März des Jahres 705 folgte er diesem auf den Trierer Bischofsstuhl. Den Legenden nach wurde er später auch Bischof von Reims und Laon, was urkundlich aber nicht zu belegen ist. Tatsache ist jedoch, daß sein Sohn und bischöflicher Nachfolger in Trier, Milo, auch als Bischof von Reims bezeugt ist. Weiterhin ist überliefert, daß Lutwinus an einem 29. September zwischen den Jahren 717 und 723 in Reims verstorben ist, welcher Umstand auch für einen gewissen Wahrscheinlichkeitsgrad der Überlieferung zeugt.

Seine letzte Ruhestätte fand der tote Bischof aber nicht in Reims. Vielmehr wurde sein Leichnam auf seiner letzten Fahrt auf dem Wasser moselabwärts mit Trier als Ziel auf den Weg gebracht. Dort konnten seine Begleiter, wie die Legende berichtet, das Schiff aber trotz aller Bemühungen nicht an das Ufer bringen. Als man es schließlich sich selbst überließ, nahm es seinen Weg flußaufwärts über Mosel und Saar nach Mettlach. Darin erblickte man den Wunsch des toten Bischofs, daß er an dem Ort, wo er begonnen hatte, sein Leben in den Dienst des Allerhöchsten zu stellen, auch seine letzte Ruhe finden wollte. Daher darf sich die Pfarrei St.Lutwinus glücklich schätzen, Hüterin seiner für sie so kostbaren Reliquien zu sein.

2. Vorgängerinnen der heutigen Pfarrkirche 

Bevor Lutwinus mit dem Bau des Klosters und der Errichtung zweier Klosterkirchen zu Ehren des hl. Petrus und der Gottesmutter Maria begann, baute er zunächst ein Gotteshaus nicht nur zum Segen jenes Ortes, sondern auch der ganzen weit umherliegenden Gegend.

2.1 Dionysiuskirche

Der vorstehend wiedergegebene Passus besagt eindeutig, daß das erste in Mettlach zu Ehren des hl. Dionysius (von Paris) errichtete Gotteshaus von Lutwinus zur Seelsorge der Bevölkerung der rings umliegenden Dörfer bestimmt worden war. Da er darin heilige Reliquien jenes selben Märtyrers und auch vieler anderer Heiliger niedergelegt hatte, hatte er damit gleichzeitig Veranlassung für die später bezeugten Wallfahrten zu Ehren des hl. Dionysius an dessen Gedenktag, dem 9. Oktober, gegeben.

Die Zweckbestimmung dieses Kirchleins fand auch ihre Bestätigung in Aufzeichnungen vom Ende des 15. Jh., wonach für den Unterhalt von St. Dionysius das Kirchspiel allein aufzukommen hatte. Sein Standort war nach einem Zeugnis aus dem Jahre 1491 bei dem Kloster Mettlach off der saren, also "über" der Saar. Da hierfür nur die höchste Ufererhebung in Frage kommen konnte, kann als sicher gelten, daß St. Dionysius dort erbaut worden war, wo sich heute das Hauptportal der Abtei befindet. Nachdem seine Existenz noch im Jahre 1664 durch die Erneuerung des Dachstuhls und die Aufstellung eines neuen Altars gesichert ist, darf davon ausgegangen werden, daß St.Dionysius erst dem 1727 begonnen Neubau der Abtei weichen mußte.

2.2 Johannes-Kirche

Die St. Johannes-Kirche wurde erstmals urkundlich, wenn auch nur indirekt, im Jahre 1279 erwähnt. Jedoch kann davon ausgegangen werden, daß sie wesentlich älter war. Auf dem um 1222 entstandenen Mettlacher Kreuzreliquiar ist bereits das Patrozinium Johannes des Täufers dokumentiert. Nach Prof. Pauly hatten bereits im zwölften Jahrhundert Klöster und Kollegiatstifte die Seelsorge aus ihrem Innenbereich in neu erbaute Pfarrkirchen verlegt. So entstand im Süden an der Grenze des Klosterbannes St. Joannes prope Mediolacum im Biwisch-(= Pavillon-)Berg als neue Pfarrkirche für Mettlach, Keuchingen und Saarhölzbach, während durch diesen Umstand St. Dionysius in Mediolaco lediglich den Status einer Kapelle in der neuen Pfarrei St. Johannes erhielt.

Eine vor dem Jahre 1095 in den Miracula sancti Liudwini aufgezeichnete Notiz erwähnt eine Kirche auf dem Berge im Süden der Abtei, von der nicht sicher ist, ob sich dieser Hinweis auf St. Johannes oder auf St.Gangolf bezieht. Da letztere durch die geänderte Pfarrorganisation aber nicht älter als St.Johannes sein dürfte, läßt sich die Entstehung beider Pfarreien in das elfte Jahrhundert datieren.

Für das 16. Jahrhundert scheinen keinerlei Hinweise auf die Pfarrei St. Johannes vorzuliegen. Ein Visitationsbericht von 1569 nennt die Abtei, jedoch nicht die Pfarrei. Nach dem gleichen Bericht gehörte Saarhölzbach damals zur Pfarrei St.Gangolf. Während der Kriegswirren des 17. Jahrhunderts war Mettlach sogar einige Zeit gänzlich verweist, denn die Mönche hatten im Jahre 1638 für einige Jahre in Trier Zuflucht nehmen müssen. Erst nach dem im Jahre 1659 geschlossenen Pyrenäischen Frieden trat für einige Jahre vorübergehend wieder Friede ein, und ist ab diesem Zeitpunkt auch wieder die Pfarrei - zunächst jedoch unter dem Namen des hl. Dionysius - bezeugt. Ab Ende 1679 führte sie aber wieder den Namen St.Johannes. Jedoch schien das Patrozinium des Täufers nicht mehr recht in Erinnerung geblieben zu sein, denn spätere Hinweise bezeichnen Johannes Evangelist, mit dem Täufer abwechselnd, als Pfarrpatron.

Neun Jahrzehnte später, war diese Kirche, die nach "de Lorenzi" mit drei Altären und zwei Glocken ausgestattet war, derart baufällig, daß sie aufgegeben werden mußte.

2.3 St. Lutwinus (I - "Alter Turm")

Das älteste noch aufrecht stehende Bauwerk des Saarlandes ist der "Alte Turm" von Mettlach, der um das Jahr 990 durch Abt Lioffin nach der Niederlegung eines von seinem Vorgänger begonnenen Neubaues errichtet worden war. Letzterer war seinerseits nach Grabungsergebnissen bereits ein Nachfolger dreier weiterer Bauten an dieser Stelle, die das Patrozinium der Gottesmutter getragen hatten. Da der Alte Turm nachweislich die Grabstätte des Klostergründers beherbergt hatte, war auch dessen Patrozinium von der Gottesmutter auf den Klostergründer übertragen worden. Erste Hinweise hierauf datieren in das Ende des elften Jahrhunderts. Eine Textstelle aus dem Jahre 1220 liefert den deutlichsten Beweis:..in basilica Lutwini ante altare beatae Mariae".

Ab dem 6. Januar 1770 beherbergte "St. Lutwinus" die Pfarrei St.Johannes bis Ende des Jahres 1793

2.3 Die Abteikirche - Später im Eigentum der Gemeinden Mettlach und Keuchingen

Die ursprünglich nur dem hl. Petrus geweihte Abteikirche mußte mit Beginn des Jahres 1794 auf Anweisung des trierischen (General-)Vikars in ihrem Laienschiff die Pfarrei St. Johannes aufnehmen. Dort war dieser der Dionysius-Altar zugewiesen worden.

Die Abteikirche konnte die Pfarrei St. Johannes aber nur ein halbes Jahr beherbergen, denn im Juli des gleichen Jahres mußte der Konvent des Klosters vor den anrückenden französischen Revolutions-truppen die Flucht ergreifen, und der letzte Pfarrer von St.Johann, Jacob Tullian, suchte Zuflucht im Filialort Saarhölzbach. Im Zuge der Neuordnung der Pfarreien wurde St.Johannes im Jahre 1803 aufgehoben und Mettlach der Pfarrei St.Gangolf zugeordnet. Keuchingen gehörte zunächst formal zu Weiten, beide nunmehr im Bistum Metz, und Saarhölzbach wurde zur Pfarrei erhoben. In einem Interim von 1818 bis 1821 gehörten Mettlach und Keuchingen vorübergehend zur Pfarrei Saarhölzbach.

Die Mettlacher und Keuchinger hatten aber die Abteikirche auch nach dem Rückzug des Pfarrers nicht aufgegeben. So entging sie im Jahre 1802 als gemeinsamer "Besitz" der beiden Zivilgemeinden der Säkularisation. Auf diese Weise wurde sie aber zum Ärgernis für den neuen Besitzer der Abtei und des übrigen Abteigeländes, dem sie quasi den Zugang zu seiner Haustür versperrte. Diesem gelang es schließlich, in einem am 13. März 1819 notariell geschlossenen Vertrag die Kirche auf Abbruch käuflich zu erwerben mit dem Versprechen, eine neue Kirche zu erbauen und bis zu deren Fertigstellung das Refektorium der Abtei als Betsaal zur Verfügung zu stellen.

Abrißwürdig, bzw. erneuerungsbedürftig war lediglich der aus dem elften Jahrhundert stammende Turm der Kirche. Dieser war gerissen, so daß die Glocken bereits zur Klosterzeit in einem an der linken Seite des Chores angebauten viereckigen Türmchen aufgehängt worden waren. Der Bauzustand des vermutlich aus dem zehnten Jahrhundert stammenden dreischiffigen romanischen Langhauses und des im fünfzehnten Jahrhundert errichteten gotischen Chores rechtfertigten indes keineswegs den Abbruch dieses, die Gräber der Äbte beherbergenden Kulturgutes.

2.4 St. Lutwinus (II)

Mehr als zwei Jahrzehnte sollten ins Land gehen, bis das den Mettlach-Keuchingern gegebene Versprechen vor einem Generationenwechsel eingelöst wurde. Nach den Plänen des Fabrikbaumeisters Carl August von Cohausen wurde im Hirtengarten am 24. September 1842 der Grundstein für das neue Gotteshaus gelegt. Anfang des Jahres 1847 konnte dann endlich den beiden Zivilgemeinden Mettlach und Keuchingen ihre Kirche übereignet werden. Am 13. Mai 1847 erfolgte schließlich die feierliche Konsekration auf den Namen des Gründers und Ortsheiligen von Mettlach.

Dieser Bau war ein hoher Rechtecksaal in klassizistischer Bautradition mit vier Fensterachsen und kleiner Glockenwand über der Fassade. Einzelelemente, wie der die Giebelschräge begleitende Rundbogenfries und der dreibogig angelegte Eingangsbereich zeigten neoromanische Formen des frühen Historismus.

Von einem einflußreichen Bürger tatkräftig unterstützte Bemühungen, dieser neuen Lutwinuskirche auch den Status einer Pfarrkirche zu verleihen, führten dann nach anfänglichen Schwierigkeiten dazu, daß Mettlach am 19. September 1851 wieder zu einer selbständigen Pfarrei - der Pfarrei St.Lutwinus - erhoben wurde.

3 St.Lutwinus (III)

Die Bevölkerung Mettlachs, das sich inzwischen zu einem bekannten Industriestandort entwickelt hatte, war in der zweiten Hälfte des 19. Jh. bedeutend angewachsen, so daß man sich bereits Ende der achtziger Jahre ernstliche Gedanken darüber machte, wie der ständig größer werdenden kirchlichen Raumnot zu begegnen sei.

Da die Kirche bis dahin aber noch im Besitz der beiden Zivilgemeinden Mettlach und Keuchingen war, mußte der Kirchenrat 1890 bei deren Gemeinderäten zunächst die Umschreibung im Grundbuch auf die Pfarrgemeinde Mettlach-Keuchingen beantragen. Erst 1897, als man sich endlich nach jahrelangen Überlegungen zwischen Erweiterung oder Neubau und verschieden Standortuntersuchungen für einen Neubau im Pfarrgarten hinter der bestehenden Kirche durchgerungen hatte, wurde ein Kirchbauverein zur Sammlung der für den Bau erforderlichen Gelder gegründet.

Bereits seit Herbst 1888 war der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker bei diesen Überlegungen konsultiert worden. Aber erst im Verlaufe des Jahres 1897 wurde er mit der Durchführung eines Neubaues mit einem fünfjochigen Langhaus auf Basis seiner Pläne von 1892 beauftragt. Am 12. April 1899 wurde aber wegen der seit 1892 stark vermehrten Bevölkerung beschlossen, den Bau um ein Joch zu vergrößern. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte schließlich - trotz fehlender Baugenehmigung seitens der Königlichen Regierung in Trier - am 23. Juli des gleichen Jahres. Der eigentliche Baubeginn war Anfang des Jahres 1900. Die Bauausführung lag in Händen der Steingutfabrik von Villeroy & Boch. Bis zum Sommer 1901 stand die neue Ostanlage mit zunächst nur vier Jochen, da der Weiterführung der Bauarbeiten noch die Vorgängerin, in der am 4. August das letzte Meßopfer gefeiert wurde, im Wege stand. Acht Tage später, am 8. August, wurde der noch unfertige Bau, da keine Notkirche vorhanden war, benediziert, damit ab diesem Tage dort die sonntäglichen Gottesdienste stattfinden konnten.

Eine Inschrift im Türsturz des Hauptportales nennt 1902 als das Jahr der Fertigstellung des Rohbaues. Dessen Fertigungskosten beliefen sich auf rund 221.000 Mark. Die nun folgende Ausstattung mit Altären, Kanzel, Glasfenstern,.Terracotta-Kreuzweg, Bodenbelag mit Mettlacher Platten und Mosaiken aus Mettlacher Tonstiftmaterial und venizianischem Gold- und Glasmosaik sowie den Wandmosaiken der beiden Seitenaltäre, Kirchengestühl etc. kostete weitere runde 91.000 Mark. Die Bilder der acht Seligpreisungen, welche in die Pfeilerlisenen der Seitenschiffe eingelassen sind, sind Stiftungen verschiedener Mitglieder einer Mettlacher Familie. Die Entwürfe der vorerwähnten Mosaiken stammen sämtlich von der Hand des Künstlers August Martin aus Kiedrich im Rheingau. Nach Fertigstellung dieser Arbeiten konnte diese Zierde des Mettlacher Tales schließlich am 15. Mai 1905 durch Bischof Michael Felix Korum konsekriert werden.

Zur endgültigen Ausschmückung der kahl gebliebenen, lediglich mit einem Rauhputz versehenen Wandflächen blieb aber noch viel zu tun. In den Jahren 1923-1925 wurden zunächst Apsis, Gewölbe und Seitenwände des Chores nach Entwürfen des Malers Kraus aus Mainz unter Verwendung von vielem venezianischem Material verkleidet.

Zur Ausschmückung der Hochschiffwände war bereits von Anfang an eine Darstellung vom Leben des Kirchenpatrons geplant. Im Jahre 1930 konnte aber erst damit begonnen werden. Die Entwürfe dazu stammen für je fünf der Bilder von den Malern Bernhard Gauer, Düsseldorf, (bis 1935) und Albert Gottwald, Bonn. Diese Arbeit wurde 1937 zum Abschluß gebracht.

Die Wände der beiden Seitenschiffe, die zu Anfang der dreißiger Jahre noch einen sehr unansehnlichen Kalkputz getragen hatten, wurden in jener Zeit mit rotbraunen Terrakottaplatten verkleidet.

Als letzte Arbeit vor Ausbruch des Krieges im Jahre 1939 wurde das Antependium des Altares und der davor liegende Mosaikteppich nach einem Entwurf von A. Gottwald ausgeführt.

Den Abschluß der Mosaikarbeiten stellen die fünf Wandbilder im Wandsockel der Apsis dar, die 1954 nach Entwürfen von A. Gottwald ausgeführt wurden.

Und nun noch einige Ausführungen zu den Kirchenfenstern. Der bereits zitierte Künstler August Martin betätigte sich auch als Glasmaler. Als solcher unterhielt er in Wiesbaden ein Atelier, in dem sieben Glasmaler mit der Ausführung der für Mettlach bestimmten Fenster befaßt waren. Der Architekt Ludwig Becker berichtete darüber: Herrliche Glasfenster.... die sich durch stilstrenge, farbenfreudige und originelle Komposition wie durch feurige Lichtwirkung auszeichnen, sind bereits eingesetzt. Leider läßt sich deren Pracht nicht mehr bewundern, da diese teils durch Granatsplitter, teils durch Luftdruckeinwirkung zu Ende des Zweiten Weltkrieges derart beschädigt wurden, daß sie restlos erneuert werden mußten. Hierbei wurden die Chorfenster und die gegenüberliegende Rosette mit bis dahin nördlich der Alpen völlig unüblichen Alabasterscheiben aus Volterra versehen.

 

Pfarrkirche St. Lutwinus Mettlach
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